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Ruckzuck wird es weniger

Ruckzuck wird es weniger

Foto: Gehirn

Wissenschaftler des Universitätsklinikums Aachen haben in Kooperation mit dem Forschungszentrum Jülich die Gehirne gesunder Männer zwischen 18 und 51 Jahren. Mit Hilfe der Magnetresonanz- tomographie, kurz MRT, bildeten die Wissenschaftler die Gewebestruktur der "Steuerzentrale" der Studienteilnehmer ab. Dabei wurde das Gehirn Millimeter für Millimeter in Form von "Hirn-Scheiben" auf dem Rechner gebracht. Eine eigens entwickelte Software ermöglichte es, korrespondierende Regionen zwischen verschiedenen Gehirnen zu erkennen und Unterschiede messbar zu machen.

"Die Bildanalysen zeigten, dass bereits bei jungen Erwachsenen in bestimmten Bereichen des Gehirns ein Rückgang des Volumens eintritt", berichtet Peter Pieperhoff vom Forschungszentrum Jülich. So waren Bereiche im Kleinhirn, im Thalamus und in der sensorischen und motorischen Hirnrinde verändert. "Diese Bereiche gehören zu Schaltkreisen, die für die Steuerung von Bewegungen des Menschen zuständig sind", erläutert der Diplom- Physiker. Auch das so genannte präfrontale-limbische System, das komplexe Handlungsabläufe koordiniert, hatte sich bereits bei den jüngsten Studienteilnehmern verändert. "Dieses System ist beispielsweise beim Autofahren aktiv", so Pieperhoff.

Initiiert und durchgeführt wurde die Studie zum Altern des Gehirns im Rahmen der "Jülich Aachen Research Alliance", kurz JARA. "Ziel von JARA BRAIN ist es, Strategien zur Prävention, Diagnose und Therapie psychischer und neurologischer Hirnerkrankungen zu entwickeln", erläutert Professor Dr. Katrin Amunts aus der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Aachen. Die aktuellen Studienergebnisse dienen als Ausgangsbasis für die weitere Forschung.

MEDICA.de; Quelle: RWTH Aachen

 
 
 

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