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MEDICA MEDIA fand reges Interesse der MEDICA-Besucher und überzeugte mit breitem Themenspektrum

Eine engere Abstimmung zwischen Anwendern, Kostenträgern und Industrie - das ist es, was sich viele Besucher der MEDICA MEDIA 2009 im Rahmen der weltgrößten Medizinmesse MEDICA in Düsseldorf (18. bis 21. November 2009) wünschten. Viele Besucher der MEDICA 2009 (insgesamt 138.000) nutzten die Gelegenheit, im Rahmen der MEDICA MEDIA in Halle 15 Diskussionen zu Themen zu führen, bei denen es auch um aktuelle Bereiche jenseits des „Mainstreams“ wie Neuroprothetik unter der Moderation der renommierten Experten Dr.-Ing. Rüdiger Rupp, Stiftung Orthopädische Universitätsklinik Heidelberg, und Prof. Dr. med. Otto Rienhoff, Leiter der Medizininformatik der Universität Göttingen, ging.

 

Wie international die Veranstaltung ist, bewiesen die Events zu den USA, die ausgesprochen gut besucht waren.

Kontrovers verlief die mehr als gut besuchte Eröffnungsveranstaltung der MEDICA MEDIA. Hauptthema war das Basis-Rollout der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) in Nordrhein - Probleme, Risiken und bundesweite Bedeutung. Die Referenten machten klar: Die neue Karte wird ausgeteilt. Auch der Nutzen der Telematikinfrastruktur und Mehrwertanwendungen (z.B. elektronischer Arztbrief, Einholung von Zweitbegutachtungen, Meldung von übertragbaren Krankheiten, etc.) bildeten einen Schwerpunkt. Mit der Podiumsdiskussion zu elektronischen Gesundheitsakten unter der Moderation von Prof Dr. biol. hum. Hans-Ulrich Prokosch, Lehrstuhl für Medizinische Informatik, Universität Erlangen-Nürnberg und CIO des Universitätsklinikums Erlangen, wurden aktuelle Trends aufgegriffen, was sich nicht nur am regen Besucherinteresse zeigte. Birgit Fischer, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der BARMER Ersatzkasse, und Dr. med. Franz-Joseph Bartmann, Vorsitzender des Telematik-Ausschusses und Vorstandsmitglied der Bundesärztekammer, sprachen darüber, wie sich vorhandene Daten zum Nutzen von Versicherten, Patienten, Krankenhäusern und Ärzten mehrfach nutzen ließen.

Können Selektivverträge den Erfolg eines Arztnetzes erhöhen? Das war eine der Fragen, die beim Diskussionsforum „Versorgungsformen für die Patientenversorgung - Innovative Versorgungsformen“ unter der Leitung von Prof. Dr. med. Dipl.-Kfm. (FH) Rainer Riedel, Leiter des Instituts für Medizin-Ökonomie und medizinische Versorgungsforschung und Präsident der Rheinischen Fachhochschule Köln, beantwortet wurden.

Das Thema "Telemedizin im Rettungsdienst" sowohl als Diskussionsforum, als auch im Vertiefungsworkshop verzeichnete ebenfalls eine rege Beteiligung. Prof. Dr. med. Bernd Griewing, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Neurologischen Klinik GmbH, Bad Neustadt zieht das Fazit: „Es wurde deutlich, dass sich neben Pilotstudien bereits verschiedene Anwendungen erfolgreich in der Regelversorgung befinden.“

Sehr gut besucht war auch die Podiumsdiskussion zum Thema „Schnittstelle Medizintechnik und IT“. Unter der Moderation von Dipl.-Ing. Armin Gärtner, Sachverständiger für Medizintechnik und Telemedizin und Regionalleiter Sana Kliniken, sowie Andreas Kassner, Geschäftsführer des VHitG e.V., Berlin, wurde deutlich, dass das Thema Software als Medizinprodukt Unsicherheiten und Unklarheiten hervorruft, die geklärt werden müssen. Die zunehmende medizinische Vernetzung mit ihren Anfälligkeiten für Schadprogramme ist für die Betreiber zunehmend ein Problem, das lebhaft diskutiert wurde. Virenschutz und Konformitätsbewertung stellen auch für die Industrie ein gravierendes Problem dar, das dringend einer Klärung und Regelung bedarf.

Telemonitoring-Konzepte konnten bereits in der Vergangenheit unter Beweis stellen, dass sie im Rahmen der präventiven Behandlung von chronisch Erkrankten geeignet sind. Allein Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachten im Jahr 2006 Krankheitskosten von 35,2 Milliarden Euro (14,9 Prozent der gesamten Krankenkosten in Höhe von 236,0 Milliarden Euro). Vor diesem gewichtigen Hintergrund förderte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmenprogramm Mikrosysteme den Themenschwerpunkt „Präventive MikroMedizin: Intra- und extrakorporales Langzeitmonitoring von Herz-Kreislauf-Erkrankungen“. In acht von Medizintechnik-Unternehmen geführten Forschungs- und Entwicklungsverbünden arbeiteten 30 Partner zusammen. Zusammen mit einem Begleitprojekt wurden mehr als 30 Millionen Euro an Fördermitteln und Eigenmitteln der Verbundpartner auf ein Ziel hin gebündelt: Entwicklung und Test von Telemonitoring für die Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Diese erfolgreiche Fördermaßnahme wurde mit der Präsentation aller Ergebnisse unter der Moderation von Dipl.-Ing. Christine Weiß, VDI/VDE Innovation + Technik GmbH, beim Abschlussseminar auf der MEDICA MEDIA beendet.

Wie Forschungsergebnisse möglichst schnell in innovative Diagnoseverfahren und Therapien "übersetzt" werden können, das war bei der MEDICA MEDIA das Thema bei der Podiumsdiskussion „Translation in Medicine“. Hochrangige Vertreter aus Hochschulen und der Industrie diskutierten unter der Moderation von Prof. Werner A. Scherbaum, Direktor der Klinik für Endokrinologie, Diabetologie und Rheumatologie am Universitätsklinikum Düsseldorf, die spannende Frage, wie innovative Verfahren und Technologien möglichst rasch zum Nutzen der Patienten an die Krankenbetten gebracht werden können. Und wie Erfahrungen dort Anregung zur Forschung für weitere Verbesserungen sein können.

Informationen zur MEDICA MEDIA online:
http://www.medica.de und http://www.medicamedia.info

Kontakte:

MEDICA MEDIA
Science Service - Dr. Hempel GmbH
Martin Peters
Medienkommunikation
Tel.: +49(0)211-862920-23
Fax: +49(0)211-862920-22
E-Mail: info@scienceservice-duesseldorf.de  

Messe Düsseldorf GmbH
Pressereferat MEDICA 2009
Martin-Ulf Koch/ Larissa Browa
Tel.: +49(0)211-4560-444/ -549
FAX: +49(0)211-4560-8548
E-Mail:   

pm_medica_media_4_d - Düsseldorf, 09. November 2009

 

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